Bei manchen Stellen reicht Lebenslauf und Formular. Wo ein Anschreiben verlangt ist — oder wo du eine Lücke im CV erklären musst — reichen meist wenige Absätze. Wer zu lang schreibt, verliert oft schon in den ersten Zeilen.
Wann du eins schickst
Steht «Motivationsschreiben» oder «Anschreiben» in der Anzeige, dann ja. Auch sinnvoll bei Quereinstieg, langer Pause oder Wechsel in eine andere Branche: ein kurzer Satz dazu, bevor jemand im Lebenslauf rät. Wenn die Firma nur «Bewerbung online» schreibt und kein Feld fürs Anschreiben hat, forcierst du keins per PDF, ausser es ist üblich in der Branche.
Wie lang, wie formell
Oft reicht eine Seite, viele schicken weniger. Du oder Sie — nimm die Anrede aus der Inserat-Sprache. Wenn die Stelle auf Deutsch ist und die Firma konserviv wirkt, eher Sie. Start-ups oder «du» in der Anzeige: meist du. Im Zweifel: Sie ist selten falsch.
Inhalt, der zählt
- welche Stelle (Bezeichnung, Firma)
- warum du dich bewirbst — konkret, nicht allgemein «weil Ihr Unternehmen spannend ist»
- was du mitbringst, in zwei bis drei Sätzen, passend zur Stelle
- Start oder Pensum, nur wenn es in der Anzeige vorkommt oder wichtig ist
Den Lebenslauf nicht wiederholen. Wer beides liest, soll keine Widersprüche finden (Daten, Jobtitel, Lücken). Zum CV: Lebenslauf in der Schweiz.
Per E-Mail
Betreff: «Bewerbung: [Stelle] — [Name]». Text kurz im Mail, PDF sauber benennen (Nachname_Lebenslauf.pdf). Keine 15 MB-Anhänge, wenn nichts danach verlangt wird.
Typische Patzer
- gleicher Text an zehn Firmen, nur der Firmenname getauscht
- Erster Absatz ohne Bezug zur ausgeschriebenen Funktion
- Tippfehler im Anschreiben, während der CV poliert ist
Kurz gefragt
Immer Pflicht? Nein — nur wenn verlangt oder wenn du etwas erklären musst.
Wie lang? Kurz. Lieber präzise als vollständig.
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Wenn Unterlagen stehen:
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